Sanierung der Südmole

Unübersehbar mit ihren Absackungen sowie den Teilsperrungen von Stegen zeigt sich der marode
Zustand der Südmole unseres Hafens. Es ist ein Ergebnis langer Versäumnisse, das bei kontinuierlich
sinnvollen Investitionen in diesem Umfang vermeidbar gewesen wäre. Positiv stimmt mich, dass nunmehr
die Planungen für die Sanierung endlich Fahrt aufnehmen.
Mit meiner Initiative ist es gelungen, dass die für unsere Fischer so wichtige Schwellproblematik bei der
Planung berücksichtigt wird. Der von mir beantragte und mit Mehrheit angenommene Zusatz lautet
„Beschluss zur Variante 6c: sofern sichergestellt wird, dass sich der Schwell durch entsprechende
Wellenschutzmaßnahmen in den Häfen (Yachthafen und Gewerbehafen) nicht verschlechtert.“

Insbesondere die Fischer sind sehr auf die Planung
und deren Umsetzung gespannt. Ein
Planungsentwurf mit glatten Betonwänden und die
Verlegung des Seenotkreuzers „BERLIN“ an den
Kopf der Südmole ist selbst bei laienhafter
Betrachtung wohl nicht mehr zielführend und wird
den berechtigten Interessen der Fischer keinesfalls
gerecht.

Ein Schaulaufen der CDU und SPD, um mit namentlicher Abstimmung in der Gemeindevertretung,
Einschalten der Presse und initiierten Leserbriefen veränderte Mehrheitsverhältnisse herbeizuführen, wird
weder dem Thema noch den berechtigten Interessen der Fischer und ihren Sorgen um die Sicherheit ihrer
Boote gerecht. Was wir so dringend wie eine bedarfsgerechte Sanierung der Südmole benötigen, ist eine
kollegiale Streit- und Entscheidungskultur, die im Gegensatz zur Sanierung der Südmole kostenfrei ist.

von links nach rechts: Innenminister Rudolf Tietzk, Bürgervorsteher P. Beckurts, Hafenmeister H. Schlotfeldt Anlässlich der Einweihung der neu sanierten Südmole am 11. November 1974