privates Schifffahrtsmuseum

Das Laboer Schifffahrtsmuseum – mein maritimes Erbe

Seit meiner Kindheit bin ich mit der Seefahrt aufgewachsen – mein Vater Kurt Fleischfresser war zu Lebzeiten Kapitän auf „Großer Fahrt“ und hat die Weltmeere befahren. Nach seiner aktiven Zeit als Kapitän hat er sich hier in Laboe, in der Bergfriede 3, niedergelassen, wo er von 1967 bis 1974 unser Hafenmeister war. In dieser Zeit fuhr er mit seinem Kümo „Ilse“ die Kieler Förde und Ostsee.

Schon immer war meinem Vater das Sammeln von maritimen Gegenständen eine Herzensangelegenheit, das Bauen von Modellschiffen aus seiner pommerschen Heimat um das Stettiner Haff und vieles mehr. Sein Bootsmann Erich Draheim, der bis zu seiner Pensionierung meinem Vater an Bord zur Seite stand und in dem extra für ihn erbauten Gartenhäuschen in der Bergfriede 3 festen Boden unter den Füßen fand, hatte ebenfalls ein maritimes Hobby: das Bauen von Buddelschiffen. Er baute zum Beispiel das damals größte Segelschiff der Welt, die „Potosi“ (Jahrgang 1895), als Modell in einer Buddel. 

Mit den Buddelschiffen Teeclipper „Ariel“ und „Taeping“ erhielt Erich Draheim bei einer Ausstellung der Olympiade 1972 den 1. Preis bundesweit. Nach dem Tod von Kurt Fleischfresser im Dezember 2001 habe ich zusammen mit meiner Frau Elke entschieden, seinen Nachlass als maritime Ausstellung in einem kleinen Privatmuseum aufzubereiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ich bewahre damit nicht nur sein Andenken, sondern auch ein Stück pommerscher Heimat: Tuckerhahn, Angelheuer und Quatzen, alles Fischer- und Fischereifahrzeuge des Stettiner Haffs, sowie Nachbauten von Deckshäusern alter Segelschiffe, die im Garten zu bestaunen sind.

Ich bin immer noch mit dem Ausbau unseres maritimen Privatmuseums beschäftigt.

Interessierte Besucher sind nach telefonischer Anmeldung herzlich willkommen.